Weiping Lin (*1973 Taiwan) ist eine in Wien ansässige Geigerin. In letzter Zeit konzentriert sie sich auf neue Musik sowie jene aus dem ausgehenden letzten Jahrhundert. Dies tut sie sowohl solistisch – sie spielte die gesamten Werke für Solo Violine von Giacinto Scelsi für Mode Records ein (Scelsi Edition 10) - als auch als Mitwirkende bei diversen Ensembles (Zur Eisernen Zeit, die reihe, Phace) sowie als Kammermusikerin in frei wechselnden Besetzungen.

Sie brachte unter anderem Werke von Luna Alcalay, Michael Amann, Christoph Herndler, Volkmar Klien, Ming Wang, Rodrigo Sigal und Alejandro del Valle-Lattanzio zur Uraufführung. Sie hielt Vorträge und leitete Workshops u.a. in Shanghai, Taipeh und Morelia. Zurzeit arbeitet sie an einer (Erst-)Aufnahmen mit Kammermusikwerken von der österreichischen Komponistin Luna Alcalay (1928-2012). Ein Soloalbum mit neuen Werken für Violine Solo bzw. Violine und Elektronik von Joao Pedro Oliveira, Germán Toro-Perés, Francisco Colasanto u.a. ist in Vorbereitung.

Weiping Lin kam im Alter von 15 Jahren nach Wien, wo sie an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst bei Josef Sivo und Dora Schwarzberg studierte. Während ihres Studiums nahm sie an Kursen u.a. bei Igor Oistrach, Klara Flieder, Philippe Hirschhorn, Yehudi Menuhin, Gerhard Schulz und Yair Kless teil. Sie erhielt internationale Preise und Stipendien. Seit 1998 ist sie Stimmführerin der Primgruppe des Radio-Symphonieorchesters Wien.

Unterrichtstätigkeit an der Jam Music Lab Universität in Wien.